Beitragsseiten

Unsere Wertvorstellungen beeinflussen die Regeln des Zusammenlebens in unseren Gemeinden

Klicken Sie hier für eine wichtige Aktualisierung zum Mare Nostrum Projekt von Mundus maris

Es klingt wie eine Binsenwahrheit, aber die sich entwickelnden Werte und die konkurrierenden Ansprüche auf die Festlegung der Regeln beeinflussen den Alltag und die Entscheidungen in den Fischergemeinden in sehr realer Weise. Dies wird durch die Krise oder durch "Beinahe"-Krisensituationen verschärft, die sich in den Beziehungen zur Ressource, zur Urbanisierung und den allgemeinen Lebensbedingungen niederschlagen. Dazu kommen noch die Schwierigkeiten, in neue und auch alternative Lebensgrundlagen zu investieren, zu einer Zeit, in der sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern.

Das Mare Nostrum Team, bestehend aus Carla Zickfeld, MN-Koordinatorin, Aliou Sall, lokaler Koordinator, und Stefan Karkow, Dokumentarist, hat den ganzen Oktober 2011 in vier Fischerdörfern gearbeitet: Hann, Yoff, Kayar and Saint Louis.

Diesmal war der Fokus der Aufmerksamkeit in den Dörfern darauf, Hinweise für die Glaubens- und Wertesysteme in den Fischergemeinden zu sammeln, wie sie von den dort lebenden Männern und Frauen erfahren und gelebt werden. Insbesondere die in den folgenden kurzen Berichten zusammengefassten Interviews vermitteln die Rolle des Heiligen bei der Organisation des Gemeinschaftslebens und wie dies die Beziehung zu den Meeresressourcen und die öffentlichen Regeln und die Politik beeinflusst.

Eine zweite Arbeitsphase war die Planung künftiger Aktivitäten, um die Herausforderungen der Fischergemeinschaften mit Akademikern und Praktikern von außen auf der Suche nach robusten Antworten auf diese Herausforderungen zu teilen. Hier ist die ästhetische Erziehung und praktizierte internationale Solidarität die Grundlage für die Planung.

In diesem Zusammenhang hat sich das Goethe-Institut in Dakar angeboten, während der bevorstehenden Biennale Dak'Art 2012 als Partner bei der Organisation einer internationalen Multi-Stakeholder-Konferenz mitzuwirken. Eine Fotoausstellung von Stefan Karkow sollte dabei Teil des Konferenzprogramms sein. Der renommierte senegalesische Künstler Sambalaye DIOP hat eine Rolle als Kurator der Ausstellung zeitgenössischer Künstler über die Symbolik des Meeres angenommen. Auch eine kulturelle Manifestation ist geplant über das kulturelle Erbe der traditionellen Fischergemeinden mit Tänzen, Liedern und Poesie der Menschen des Meeres.

Alle Photos in diesem Abschnitt sind von S. Karkow.