
Gemeinsam mit den Partnern Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und dem BUND als Veranstalter bot Mundus maris am Samstag, den 22. August 2026, im Rahmen des Leuchtturmschwimmens in Kiel ein öffentliches Umweltprogramm an. Knapp 300 Personen hatten sich angemeldet, um auf spielerische und familienfreundliche Weise die Botschaft „Lasst uns den Ozean schützen!“ zu verbreiten.


Da das Teilnehmerfeld der Schwimmer sehr groß war, wurde es in zwei Gruppen aufgeteilt, die mit einem Abstand von etwa 15 Minuten starteten, da die Sicherheit ein Hauptanliegen war.
Rechts bereitet sich die erste Gruppe auf den Start vor, während Boote der Seenotrettung und der Wasserschutzpolizei die mit großen gelben Bojen deutlich markierte Strecke säumen.
Die gesamte Strecke zum Leuchtturm und zurück betrug etwa vier Kilometer. Es wurde eine maximale Dauer von drei Stunden festgelegt; nach Ablauf dieser Zeit würden alle, die sich noch im Wasser befanden, an Bord genommen und ans Ufer gebracht.
Tatsächlich waren die meisten von ihnen recht erfahrene Schwimmer, und der Erste, der zurückkehrte, benötigte nur etwa eine Stunde und 20 Minuten.


Das Team von Mundus maris, bestehend aus Cornelia E. Nauen und den beiden Hildener Jugendparlamentsmitgliedern Kira und Hayat, warb an der Kiellinie mit Passanten für den Meeresschutz. Kira und Hayat boten den Passanten das interaktive Ozeanspiel an, das bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gut ankam. Alle hatten Spaß und freuten sich über eine Süßigkeit und ein Lesezeichen, um auf die dringende Notwendigkeit hinzuweisen, Jungfische mindestens bis zur Geschlechtsreife heranwachsen zu lassen. Wie schon bei früheren Aktionen zeigten sich die Kinder in Bezug auf die Probleme des Ozeans oft besser informiert als einige der Erwachsenen.
Wegen des Windes und gelegentlicher Regenschauer war es für August recht kühl, die Atmosphäre aber sehr angenehm. Viele Besucher hielten an, um sich zu unterhalten, Flyer von Mundus maris und die Visitenkarte der FishBase Guide App mitzunehmen. Viele Besucher es in der Tat kaum fassen, als sie erfuhren, dass Angler in Europa Kabeljau (Gadus morhua) bereits ab 35 cm Länge anlanden dürfen, obwohl sich die Art in der salzarmen Ostsee erst ab etwa 50 cm fortpflanzt. Als sie in der App lasen, dass die Exemplare in den kühleren subarktischen Gewässern früher bis zu 200 cm groß wurden, war ihre Ablehnung vollkommen. Allen war klar, dass diese Regelung den Rückgang des Bestandes legitimiert, indem sie das Fangen von Jungfischen erlaubt. Abgesehen von grundlegenden ökologischen Überlegungen: Welchen Sinn macht es, einen Fisch von etwa 350 g zu fangen, der größtenteils aus Kopf und Haut besteht, wenn derselbe Fisch wenige Monate später 2,5 kg wiegen würde? Intensive Fischerei in vielen Regionen führt dazu, dass eine einst sehr häufige Art auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft wird. Testen Sie selbst die FishBase Guide App, die Daten aus dem Informationssystem zu allen wissenschaftlich bekannten Fischarten abruft, indem Sie auf den QR-Code klicken. Die App funktioniert weltweit..

Das Mundus maris Team an diesem Tag (v.l.): Cornelia, Kira und Hayat
Die vielen anregenden Gespräche und die hervorragende Zusammenarbeit mit den Organisatoren machten die Reise nach Kiel und die aktive Teilnahme am Leuchtturmschwimmen zu einem angenehmen und lohnenden Erlebnis. Auch für die Mundus-maris-Unterstützer des Jugendparlaments Hilden war es eine unvergessliche Reise.
Alle Photos von Cornelia E. Nauen.