Am 26. Februar 2026 veranstaltete das Centre of Excellence for Sargassum Research (CESAR) der Lagos State University (LASU) in Zusammenarbeit mit Mundus maris einen hochkarätigen Workshop, der sich der Transformation von Umweltproblemen in wirtschaftliche Chancen widmete. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die nachhaltige Umwandlung von Wasserhyazinthen und Sargassum-Seetang – invasiven Arten, die üblicherweise die Fischerei und andere maritime Aktivitäten behindern – in marktfähige Ressourcen.

Der Veranstaltungsort des Workshops in der S.L. Edu Science Hall & im CESAR-Gebäude auf dem Hauptcampus der LASU in Ojo war für Studierende, Forscher und Interessierte aus den umliegenden Dörfern gut erreichbar. Die Teilnahme an dem ganztägigen Workshop war kostenlos und lockte einschließlich der Moderatoren und Organisatoren. 68 Personen an.

Landwirte aus dem nahegelegenen Epe zusammen mit den Organisatoren
Der Workshop startete mit einer theoretischen Einführungsrunde mit wichtigen Interessenvertretern. Zu den wichtigsten Repräsentanten gehörten der Vertreter des Vizekanzlers, Prof. Tajudeen Abayomi Olumokun, der Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Prof. Anthony Babajide Ojekale, der ehemalige Dekan, Prof. Moses Akanbi, der Vorsitzende von LASCAFAN, Herr Fajinmi, die Direktorin von CESAR, Prof. Morenike Adewolu, sowie Prof. Williams für Mundus maris.
Diese hochgestellten Persönlichkeiten betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften und Universität, bei der akademische Forschung direkt zur Lösung von Problemen in der Gemeinde eingesetzt wird. Technische Einblicke lieferte ein Expertenteam, darunter Herr Kazeem (Mundus maris), Frau Charles (Spezialistin für die Herstellung von Kunsthandwerk aus Wasserhyazinthen) und Dr. Blessing (Doktorand bei CESAR), die den wissenschaftlichen Rahmen für die Nutzung aquatischer Biomasse skizzierten.

Workshop Organisatoren mit dem Mundus maris Team

Am Nachmittag ging es weiter mit einer praktischen Vorführung unter der Leitung von Frau Charles und Dr. Badmus.
Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die physikalische Verarbeitung des Unkrauts zu hochwertigen Produkten.
Die Wurzeln der Wasserhyazinthe wurden zu Biokohle und Briketts für rauchfreien Brennstoff verarbeitet.
Unter den wachsamen Augen von Frau Charles wurden dagegen die Stängel weiterverarbeitet und zu handgefertigten Taschen und Dekorationsartikeln geflochten.
Gleichzeitig wurde Sargassum vor allem für die Herstellung von Viehfutter verwertet, was eine tragfähige Alternative für den Agrarsektor aufzeigte.

Ein mit Sargassum überschwemmter Strand

Der Workshop war ein großer Erfolg und zog Teilnehmer mit unterschiedlichem Hintergrund an, darunter Studierende, Forscher und Mitglieder der lokalen Gemeinschaft.
Die Veranstaltung stieß auf so großes Interesse, dass zahlreiche Teilnehmer sich noch vor Ort für eine Mundus-maris-Mitgliedschaft bewarben.
Darüber hinaus äußerten verschiedene Teilnehmer, die Behörden vertraten, den starken Wunsch nach künftiger Zusammenarbeit, um diese Art von Schulungen auf andere Küstengemeinden auszuweiten und so die Möglichkeiten für zusätzliche Einkünfte weiter zu verbreiten.
Ein weiteres Beispiel für robuste Behälter ist rechts zu sehen; es wurde von einer Frau aus der nahegelegenen Gemeinde präsentiert und während des Workshops hergestellt.
Am Ende des Tages war das, was zuvor wie ein Ärgernis der Natur erschien, erfolgreich als nachhaltige Ressource für die Schaffung von Wohlstand und ökologische Widerstandsfähigkeit neu definiert worden.
Die Teilnehmer versammelten sich zu einem „Familienfoto“ als schöne Erinnerung an einen Tag, der produktiv mit dem Austausch und der gemeinsamen Anwendung des Gelernten verbracht wurde.

Text und Photos von Dr. O. Ajelara, Dr. A. Abiodun-Solanke, und Mundus maris Nigeria soweit nicht anders gekennzeichnet.
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