{"id":18953,"date":"2025-10-19T07:05:35","date_gmt":"2025-10-19T07:05:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/?p=18953"},"modified":"2025-10-24T22:06:23","modified_gmt":"2025-10-24T22:06:23","slug":"beifang-in-der-eu-fischerei-vom-bewusstwerden-zum-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/aktivitaten\/stop-der-uberfischung\/beifang-in-der-eu-fischerei-vom-bewusstwerden-zum-handeln\/","title":{"rendered":"Beifang in der EU-Fischerei: Vom Bewusstwerden zum Handeln"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><div id=\"attachment_18937\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18937\" class=\"size-full wp-image-18937\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/PauloDoNascimentoCabralMEP.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/PauloDoNascimentoCabralMEP-200x134.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/PauloDoNascimentoCabralMEP-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/PauloDoNascimentoCabralMEP-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/PauloDoNascimentoCabralMEP.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-18937\" class=\"wp-caption-text\">Begr\u00fc\u00dfung durch MdEP Paulo do Nascimento Cabral<\/p><\/div>\n<p>Die diesj\u00e4hrige EU-Ozeanwoche, die von den gro\u00dfen blauen Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Europ\u00e4ischen Parlaments organisiert wurde, befasste sich in einer Vormittagssitzung am Donnerstag, den 16. Oktober 2025, auch mit der Herausforderung der Reduzierung des Beifangs. Wie k\u00f6nnen wir das Leben im Meer so verbessern, dass wir die Sch\u00e4den durch Beifang drastisch reduzieren?<\/p>\n<p>Jedes Jahr werden zahllose Schweinswale, Delfine, Seev\u00f6gel, Meeresschildkr\u00f6ten und andere gesch\u00fctzte Meerestiere unbeabsichtigt mit den Fischernetzen gefangen und get\u00f6tet &#8211; eine vermeidbare Trag\u00f6die, bekannt als Beifang. Der Beifang unerw\u00fcnschter Arten bei der Grundschleppnetzfischerei, z. B. auf Garnelen, kann 60 bis 80 % der Jungfische und wirbellosen Tiere im Fang ausmachen, die dann in der Regel tot oder sterbend ins Meer zur\u00fcckgeworfen werden. Eine enorme Verschwendung und Zerst\u00f6rung.<\/p>\n<p>Ein Teil der Thunfisch-Langleinenfischerei zielt wegen der hohen Marktpreise auch gerne auf gef\u00e4hrdete Blau- und Makohaie ab, obwohl diese als \u201ebedauerlicher\u201c Beifang deklariert werden. Trotz jahrelanger Sensibilisierungsma\u00dfnahmen und zunehmender Beweise f\u00fcr den Druck auf diese nominell gesch\u00fctzten Megafauna-Arten und auch andere Arten haben die bestehenden Ma\u00dfnahmen nicht ausgereicht, um sinnvolle und dauerhafte Verbesserungen zu bewirken.<\/p>\n<p>Unter der Schirmherrschaft des Europaabgeordneten Paulo do Nascimento Cabral und organisiert von Seas At Risk, Birdlife und EIA-International nahm <em>Mundus maris<\/em> an der Veranstaltung teil, um sich mit den Fachleuten auszutauschen und zu erfahren, welche Priorit\u00e4ten wir bei unseren Bem\u00fchungen zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Meere setzen sollten. Wir wurden nicht entt\u00e4uscht, denn die erfahrenen Referenten gaben wertvolle Einblicke in die gr\u00f6\u00dften aktuellen Problemfelder, berichteten aber auch \u00fcber erprobte Ma\u00dfnahmen zur Verringerung des sinnlosen Abschlachtens.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><div id=\"attachment_18939\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18939\" class=\"size-full wp-image-18939\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/SarahDolmanEIA-International.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/SarahDolmanEIA-International-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/SarahDolmanEIA-International-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/SarahDolmanEIA-International-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/SarahDolmanEIA-International.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-18939\" class=\"wp-caption-text\">Sarah Dolman, IEA-International<\/p><\/div>\n<p>Die Seevogelpopulationen sind in den letzten Jahrzehnten auf einen kleinen Prozentsatz ihrer fr\u00fcheren Gr\u00f6\u00dfe geschrumpft, was auf die \u00dcberfischung ihrer Beute in oberfl\u00e4chennahen Gew\u00e4ssern, die Zerst\u00f6rung der Nester, den Beifang in der Fischerei, die Plastikverschmutzung, den Klimawandel und andere Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Sarah Dolman von EIA-International und Daniel Mitchell von Birdlife stellten gut recherchierte Handlungsempfehlungen vor, die zeigen, wo der Knackpunkte liegen und was geschehen muss, um die Beifangprobleme in der EU zu minimieren.<\/p>\n<p>In den meisten EU-Mitgliedstaaten gibt es keine systematischen Programme zur \u00dcberwachung der Beif\u00e4nge. Da auch nicht f\u00fcr alle Fanggr\u00fcnde Daten \u00fcber den Umfang der Fischerei vorliegen, ist zu bef\u00fcrchten, dass das wahre Ausma\u00df des Problems nicht vollst\u00e4ndig erfasst wird.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit den Fischern und ihre Einbeziehung durch gemeinsames Management und Schulungen ist ein wichtiges Element f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis, eine sichere Handhabung, das Freilassen von gefangenen V\u00f6geln und die Reduzierung oder sogar das Verhindern des weiteren R\u00fcckgangs der Vogelpopulation.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><div id=\"attachment_18942\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18942\" class=\"size-full wp-image-18942\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear-200x111.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear-400x223.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear-600x334.jpg 600w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear-768x427.jpg 768w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/HighRiskFishingGear.jpg 780w\" sizes=\"(max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><p id=\"caption-attachment-18942\" class=\"wp-caption-text\">Mit freundlicher Genehmigung von Birdlife &amp; Seas At Risk<\/p><\/div>\n<p>Die Kartierung der dokumentierten Schwachstellen, insbesondere die \u00dcbersicht der Verteilung der Langleinen- und Kiemennetzfischerei in ganz Europa, verdeutlicht das Ausma\u00df der Bedrohungen f\u00fcr viele Seev\u00f6gel. Sie haben gelernt, dass sich in der N\u00e4he von Fischereifahrzeugen die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6ht, Nahrung zu erbeuten. Diese ist aufgrund des massiven Fangs kleiner pelagischer Arten in Oberfl\u00e4chenn\u00e4he, die sowohl gro\u00dfe Meeresfische und -s\u00e4ugetiere als auch Seev\u00f6gel fressen, knapp geworden.<\/p>\n<p>Durch angepasste Fischereipraktiken wie das Vermeiden des Aussetzens von Fanggeschirr in der N\u00e4he von Vogelansammlungen, das Ausbringen von Fangger\u00e4ten m\u00f6glichst nachts, wenn die V\u00f6gel weniger aktiv sind, das Unterlassen des \u00dcberbordwerfens von R\u00fcckst\u00e4nden oder Innereien beim Aussetzen oder Einholen von Fangger\u00e4ten, der Verzicht der Verwendung von kleinen pelagischen Arten als K\u00f6der und das Freilassen noch lebender Seev\u00f6gel.<\/p>\n<p>Eine billige und einfach anzuwendende Methode, um Seev\u00f6gel beim Ausbringen oder Einholen von Fangger\u00e4ten von den Booten fernzuhalten, ist der Vogelscheuchendrache<span lang=\"EN-GB\">\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.biocon.2023.110236\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(scary-bird kite)<\/a>,<\/span> der in Portugal erfolgreich mit Kiemennetzfischern getestet wurde, \u00e4hnlich wie er manchmal auf Feldern an Land wirksam eingesetzt wird.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><div id=\"attachment_18944\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18944\" class=\"size-full wp-image-18944\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cormorants_JuergenPixabay.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cormorants_JuergenPixabay-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cormorants_JuergenPixabay-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cormorants_JuergenPixabay-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cormorants_JuergenPixabay.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-18944\" class=\"wp-caption-text\">Kormorane, Foto von J\u00fcrgen auf Pixabay<\/p><\/div>\n<p><em>Mundus maris<\/em> ist der Meinung, dass die Krise in der Ostsee die \u00dcberschneidung der Probleme verdeutlicht: Bereits 2011 dokumentierte <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0165783611000294\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht, dass die tats\u00e4chlichen F\u00e4nge im Durchschnitt 30 % h\u00f6her waren als die offiziell erfassten<\/a>. Die Ver\u00f6ffentlichung l\u00f6ste einen Protest der Fischereilobby gegen die Autoren aus, aber keine st\u00e4rkeren Ma\u00dfnahmen gegen illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei und hohe R\u00fcckw\u00fcrfe von Beif\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Der Wettbewerb zwischen Fischern und Tieren, die Fisch fressen, wie Schweinswale, Robben und Seev\u00f6gel, ist ein st\u00e4ndiger Kampf. Verst\u00e4ndlicherweise sind die Fischer ver\u00e4rgert, wenn ihre Netze zerrissen oder gefangene Fische aus ihren Netzen geschnappt werden. Aber es kann nicht sein, dass der Mensch fast alles f\u00fcr sich beansprucht und sogar Kormorane angreift, weil sie \u201eunsere\u201c Fische fressen. Ohne ein funktionierendes und produktives \u00d6kosystem gibt es auch keinen Fisch und keine Fischerei. Wir haben 2024 \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/handwerklichen-fischerei-akademie\/baltic-fisheries-emergency-meeting-brussels-26-june-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dringlichkeitssitzung<\/a> berichtet, die von der LIFE-Plattform der Low Impact Fishers of Europe einberufen wurde. D\u00e4nische K\u00fcstenfischer berichteten bei dieser Gelegenheit von guten, stabilen F\u00e4ngen aus hohen Biomassen erwachsener Fische in Gebieten, in denen die Schleppnetzfischerei verboten war.<\/p>\n<p>Die Antwort auf den traurigen Zustand der Ostsee muss also in der Regeneration ihrer fast todkranken \u00d6kosysteme liegen. Dazu muss der industrielle Fischereidruck &#8211; insbesondere die Fischmehlreduktionsfischerei auf kleine pelagische Arten und die besonders energie- und beifangintensive Grundschleppnetzfischerei &#8211; gestoppt und die Verschmutzung deutlich reduziert werden.<\/p>\n<p>Alle die, die ihren Urlaub am Meer genie\u00dfen, und besonders diejenigen, die ihr Sandwich oder ihre Mahlzeit mit Ostseehering lieben, sollten sich der Forderung anschlie\u00dfen, weniger zu reden und mehr zu tun &#8211; es ist DRINGEND. Egal, ob Sie in K\u00fcstenn\u00e4he oder weiter weg wohnen, gesunde europ\u00e4ische Meere voller Leben sind gut f\u00fcr uns alle. Es ist an der Zeit, dem Meer und unseren Meeren etwas zur\u00fcckzugeben!<\/p>\n<div id=\"attachment_18945\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18945\" class=\"size-full wp-image-18945\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"519\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Beach-byPexelPixabay.jpg 780w\" sizes=\"(max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><p id=\"caption-attachment-18945\" class=\"wp-caption-text\">Foto von Pexel auf Pixabay<\/p><\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><div id=\"attachment_18997\" style=\"width: 509px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18997\" class=\"size-full wp-image-18997\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BrunoNicostrateSeasAtRisk.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BrunoNicostrateSeasAtRisk-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BrunoNicostrateSeasAtRisk-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BrunoNicostrateSeasAtRisk-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BrunoNicostrateSeasAtRisk.jpg 499w\" sizes=\"(max-width: 499px) 100vw, 499px\" \/><p id=\"caption-attachment-18997\" class=\"wp-caption-text\">Bruno Nicostrate, Seas At Risk<\/p><\/div>\n<p>Im letzten Teil der Veranstaltung nutzte Bruno Nicostrate von Seas At Risk, einer der Mitorganisatoren, die Gelegenheit, um auf den soeben ver\u00f6ffentlichten &#8222;<a href=\"https:\/\/seas-at-risk.org\/general-news\/guide-to-protecting-sensitive-marine-species-from-bycatch-in-the-eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bycatch Guide<\/a>&#8220;\u00a0hinzuweisen. Die wirksamsten Ans\u00e4tze zur Reduzierung des Beifangs sind:<\/p>\n<ul>\n<li>eine allgemeine Verringerung des Fischereit\u00e4tigkeit<br \/>\neine Kombination von Minderungsma\u00dfnahmen, die an den lokalen Kontext angepasst sind<\/li>\n<li>Schulung in fachgerechter Handhabung und dem Freilassen von Tieren, um die \u00dcberlebenschancen von zuf\u00e4llig gefangenen, noch lebenden zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Umsetzung der Verordnung \u00fcber technische Ma\u00dfnahmen von 2019 und Einbeziehung empfindlicher Arten in die Bewertung<\/li>\n<li>Ausweitung des Schutzes f\u00fcr Haie und Rochen (Knorpelfische) im Rahmen der EU-Verordnungen<\/li>\n<li>Fangrechte bevorzugt an Fischereien mit geringem oder ohne Beifang vergeben<\/li>\n<li>Verst\u00e4rkte \u00dcberwachung der Beif\u00e4nge<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung der Bem\u00fchungen zur Verringerung der Beif\u00e4nge unter Ber\u00fccksichtigung sozio\u00f6konomischer Erw\u00e4gungen und unter Anwendung von Auflagen f\u00fcr die Finanzierung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Vormittagssitzung bot mehr als genug Stoff zum Nachdenken f\u00fcr die kommenden Wochen und Monate. Die Herausforderung betrifft nicht nur die Fachleute, sondern auch die Konsumenten von Meeresfr\u00fcchten. Genauso wie besorgte B\u00fcrger den Tierschutz an Land fordern, muss auch in der Meeresfischerei und Aquakultur viel mehr getan werden, um das Leiden und T\u00f6ten auf See zu verringern.<\/p>\n<p>Text und Fotos von Cornelia E. Nauen, sofern nicht anders angegeben. Deutsche \u00dcbersetzung von Claudia Mense.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":6,"featured_media":18955,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[187,183],"tags":[],"class_list":["post-18953","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-okosystem-basierte-fischerei","category-stop-der-uberfischung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18953"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18953\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19035,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18953\/revisions\/19035"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}