{"id":18834,"date":"2025-10-16T18:53:26","date_gmt":"2025-10-16T18:53:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/?p=18834"},"modified":"2026-03-01T14:51:07","modified_gmt":"2026-03-01T14:51:07","slug":"beispiele-fuer-einen-partnerschaftlichen-meeresschutz-aus-der-gesamten_eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/aktivitaten\/stop-der-uberfischung\/beispiele-fuer-einen-partnerschaftlichen-meeresschutz-aus-der-gesamten_eu\/","title":{"rendered":"Beispiele f\u00fcr einen partnerschaftlichen Meeresschutz aus der gesamten EU"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><img decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-18815\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Announcement.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Announcement-200x142.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Announcement-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Announcement-400x284.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Announcement.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/>Unter der Schirmherrschaft von MdEP Paulo do Nascimento Cabral, Mitglied des Fischereiausschusses und stellvertretender Vorsitzender der interfraktionellen Arbeitsgruppe SEArica, wurden in dieser Sitzung der EU-Ozeanwoche am Mittwoch, den 15. Oktober 2025, einige gute Beispiele f\u00fcr den Meeresschutz vorgestellt. Diese beruhen in der Regel auf der aktiven Beteiligung von handwerklichen Fischern oder wurden sogar von diesen initiiert.<\/p>\n<p>Das Hauptziel des 300.000 Quadratkilometer gro\u00dfen Meeresschutzgebietes der Azoren &#8211; Blue Azores &#8211; ist es, die 140 Meeresberge mit ihrer Tiefseefauna zu sch\u00fctzen und generell die Biomasse wertvoller Meeresarten f\u00fcr den Naturschutz und eine lebensf\u00e4hige lokale Fischerei wieder aufzubauen, aber auch z.B. f\u00fcr die weitere Entwicklung des Tauchtourismus und der Sportfischerei.<\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Dokumentation, z.B. der Gorgonien, Weichkorallen und tausendj\u00e4hrigen schwarzen Korallen, und die Kartierung verschiedener anderer Lebensr\u00e4ume wird durch entsprechende Aktivit\u00e4ten in Schulen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr Fischerei und Meere zust\u00e4ndige Kommissar Costas Kadis, der an der Sitzung teilnahm, w\u00fcrdigte die MPA (Meeresschutzgebiete) als ein wichtiges Instrument zur Erhaltung der Funktionen und der Produktivit\u00e4t der Meeres\u00f6kosysteme. Er brachte seine \u00dcberzeugung zum Ausdruck, dass das Ziel, 30 % der europ\u00e4ischen Gew\u00e4sser zu sch\u00fctzen, nur mit guten Bewirtschaftungspl\u00e4nen und einer starken Beteiligung der Bev\u00f6lkerung erreicht werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_18820\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18820\" class=\"size-full wp-image-18820\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DrRuiMartins_AdrianoQuintelaBlueAzoresProg.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DrRuiMartins_AdrianoQuintelaBlueAzoresProg-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DrRuiMartins_AdrianoQuintelaBlueAzoresProg-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DrRuiMartins_AdrianoQuintelaBlueAzoresProg-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/DrRuiMartins_AdrianoQuintelaBlueAzoresProg.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-18820\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Rui Martins, Regionaldirektor f\u00fcr maritime Angelegenheiten und Adriano Quintela, Spezialist f\u00fcr Meeresraumplanung, Programm Blue Azores, lieferten Details des Meeresschutzprogramms<\/p><\/div>\n<p>Dr. Rui Martins, Regionaldirektor f\u00fcr maritime Angelegenheiten, und Adriano Quintela, Spezialist f\u00fcr Meeresraumplanung, <a href=\"https:\/\/www.blueazores.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Programm Blue Azores<\/a>, gaben einen Einblick in das bisher Erreichte. Dennoch gibt es auch Herausforderungen, da einige Politiker geneigt sind, die Fischerei f\u00fcr Industrieschiffe in der N\u00e4he von Meeresbergen nach 16 Jahren Sperrung wieder zuzulassen, aber die lokalen Fischer lehnen einen solchen Schritt ab.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte des MPA ist vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt, die andere H\u00e4lfte ist stark gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Es ist sehr wichtig, einen m\u00f6glichst hohen Standard des Schutzes zu gew\u00e4hrleisten, da halbherzige Ma\u00dfnahmen nur die Gefahr bergen, dass sie potenzielle Nutznie\u00dfer ver\u00e4rgern, ohne einen tats\u00e4chlichen umfassenden Nutzen zu bringen. Bislang sind 12,3 % der europ\u00e4ischen Gew\u00e4sser als Meeresschutzgebiete ausgewiesen. Leider handelt es sich dabei meist um sog. Papierparks, in denen sogar die besonders zerst\u00f6rerische Grundschleppnetzfischerei erlaubt ist. Das Ziel, bis 2030 30 % der Meeresgebiete zu sch\u00fctzen, scheint somit unerreichbar, selbst wenn nur 10 % vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt werden sollten. Die Blauen Azoren zeigen die Vorteile eines echten Schutzes, wecken aber auch Begehrlichkeiten nach einem schnellen Gewinn auf Kosten aller anderen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><p>W\u00fcrden die strengen Umweltvorschriften der EU durchgesetzt, z. B. die Vogelschutz- und die Habitat-Richtlinie, die Meeresschutz-Rahmenrichtlinie und das Verbot der \u00dcberfischung in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP), w\u00fcrden die j\u00e4hrlichen Fangmengen nicht Jahr f\u00fcr Jahr zur\u00fcckgehen, trotz des erheblichen und kostspieligen technischen Aufwands in der industriellen Fischerei.<\/p>\n<p>Die Blue Marine Foundation arbeitet mit den Fischern vor Ort zusammen, um sich f\u00fcr vorsorgliche Ans\u00e4tze im Einklang mit den Rechtsvorschriften und eine bessere Durchsetzung durch die nationalen und regionalen Beh\u00f6rden einzusetzen. Die vorgestellten Beispiele stammten aus Italien und Griechenland. Dr. Giulia Bernardi, leitende Programmmanagerin der Stiftung, und Santo Ruggera, Mitglied der Vereinigung f\u00fcr verantwortungsbewusstes Fischen in Salina, Sizilien, Italien, berichteten, wie die Fischer traditionelle Verfahren mit geringeren Umweltfolgen wiederbelebten. So wurde unter anderem die Zahl der Reusen, Langleinen und anderer Fangger\u00e4te reduziert und stattdessen dank der von der Stiftung bereitgestellten Eisboxen auf Qualit\u00e4t gesetzt. An dem Projekt sind Schulen, Restaurants und lokale Fischh\u00e4ndler sowie die gesamte Gemeinde beteiligt. Die lokale Regierung hat die Initiative im M\u00e4rz 2024 anerkannt.<\/p>\n<div id=\"attachment_18825\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18825\" class=\"size-full wp-image-18825\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MichalisCroesmann_AngelaLazouDean.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MichalisCroesmann_AngelaLazouDean-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MichalisCroesmann_AngelaLazouDean-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MichalisCroesmann_AngelaLazouDean-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/MichalisCroesmann_AngelaLazouDean.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-18825\" class=\"wp-caption-text\">Michalis Croessmann vom Berufsfischereiverband Amorgos, Griechenland, und Angela Lazou Dean, Senior Projekt-Manager, Blue Marine Foundation<\/p><\/div>\n<p>Auf der griechischen Insel Amorgos haben die Fischer des lokalen Berufsfischereiverbandes (<a href=\"https:\/\/www.amorgorama.com\/documentation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Professional Fishing Association of Amorgos<\/a>) selbst die Initiative ergriffen, um drei Laichgebiete zu sch\u00fctzen. Im Laufe der Jahre mussten sie feststellen, dass ihre F\u00e4nge zur\u00fcckgingen und die Verschmutzung zunahm, ohne dass ihre Beschwerden bei der Regierung Geh\u00f6r fanden. Im Jahr 2021 begannen sie unter der Leitung von Michalis Croessmann mit der Umsetzung von Ma\u00dfnahmen, um ihre Zukunft zu sichern. Sie h\u00f6rten auf, w\u00e4hrend der Hauptlaichzeit im Fr\u00fchjahr zu fischen, und nutzten stattdessen 2021 ihre Boote, um M\u00fcll von unzug\u00e4nglichen Str\u00e4nden einzusammeln. Dank einer Crowdfunding-Aktion und der Unterst\u00fctzung durch den Cyclades Preservation Fund (CPF) und Enaleia konnten sie diese Ma\u00dfnahmen 2022 fortsetzen und 15 Tonnen Plastik und 3 Tonnen verlorenes Fangger\u00e4t dem Recycling zuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die griechische Regierung akzeptierte die Ergebnisse einer einj\u00e4hrigen Untersuchung durch ein Team der Landwirtschaftlichen Universit\u00e4t in Athen, die die Einsch\u00e4tzung der Fischer best\u00e4tigte. Die formelle Anerkennung der drei Fischereiverbotszonen geht Hand in Hand mit dem Ziel, in allen Meeresgew\u00e4ssern des Landes 10 % streng gesch\u00fctzte Gebiete zu schaffen. Fortschritte sind m\u00f6glich, wenn Menschen, Institutionen und Politik aufeinander abgestimmt sind.<\/p>\n<p>Henrique Folhas, Experte f\u00fcr Erhaltung und Wiederherstellung der Meeresumwelt der Nichtregierungsorganisation SCIAENA, nutzte die Gelegenheit, um einen neuen Leitfaden mit 7 Tipps f\u00fcr MPAs (Merresschutzgebiete) vorzustellen (<a href=\"https:\/\/www.sciaena.org\/en\/__trashed-3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Guide with 7 tips for MPAs<\/a>). Andr\u00e9 Dias, der aus einer Fischerfamilie stammt, erl\u00e4uterte, dass in seiner Gemeinde in Albufeira an der Algarve, Portugal, die alten Fischer ihre uralte Kultur bewahren wollten. Dies geschehe durch den Schutz der Hartgestein- und Korallengebiete und der Produktivit\u00e4t der \u00d6kosysteme, die diese Lebensr\u00e4ume erhalten. 14 von 17 Fischergemeinden unterst\u00fctzten die Einrichtung und Durchsetzung einer Meeresschutzzone. Er kam zu dem Schluss, dass die Fischer in ihren Ruderbooten vor 100 Jahren etwa 100.000 Tonnen Sardinen fingen, w\u00e4hrend die leistungsstarken Industrieboote von heute nicht mehr als 30.000 Tonnen fangen k\u00f6nnen. Das sollte jeden zum Nachdenken anregen, wenn teurere, hochentwickelte Technologie als L\u00f6sung vorgeschlagen wird. Nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln in der Algarve und anderswo: weniger fischen, um mehr zu bekommen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p>Nach den Pr\u00e4sentationen dieser Fallstudien und Initiativen erteilte der Moderator, Dr. Jean-Luc Solandt, Senior Project Manager, Blue Marine Foundation, den Teilnehmern das Wort. Cornelia E. Nauen von <em>Mundus maris<\/em> asbl erhielt die einzige Gelegenheit, sich zu \u00e4u\u00dfern. In ihrem Beitrag machte sie drei Punkte deutlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Was uns heute als \u00fcberwiegend handwerkliche Fischerei erscheint, hat \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume Nahrung aus dem Meer f\u00fcr eine wachsende Bev\u00f6lkerung geliefert. Die Technologien wurden im Laufe der Zeit immer ausgefeilter, aber zum gr\u00f6\u00dften Teil wurde dem Meer entnommen, was in einem Jahr nachwachsen konnte. Auf diese Weise konnte die europ\u00e4ische Fischerei im heutigen Neufundland 500 Jahre lang von den reichen Kabeljaubest\u00e4nden zehren und zwischen 100 000 und 400 000 Tonnen Atlantischen Kabeljau (<a href=\"https:\/\/www.fishbase.de\/summary\/Gadus_morhua.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gadus morhua<\/em><\/a>) pro Jahr entnehmen. Mit dem Beginn der industriellen Gro\u00dffischerei in den fr\u00fchen 1960er Jahren stiegen die Fangmengen auf einen H\u00f6chststand von 1,4 Millionen Tonnen, was zum ersten Zusammenbruch f\u00fchrte. Nach einer kurzen Atempause kam es Anfang der 1990er Jahre zum zweiten Zusammenbruch, von dem sich die Best\u00e4nde seitdem nicht mehr erholt haben. Die industrielle Fischerei brach der Bonanza das Genick.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-18853 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780-200x78.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780-300x117.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780-400x156.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780-600x235.jpg 600w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780-768x300.jpg 768w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishRes500YsOfAtlanticCodFisheries780.jpg 780w\" sizes=\"(max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><\/p>\n<ul>\n<li>Sich ver\u00e4ndernde Rahmenbedingungen (shifting baseline) sind f\u00fcr viele Menschen, einschlie\u00dflich der industriellen Fischer, ein gro\u00dfes Hindernis, die entscheidende Bedeutung von Meeresschutzgebieten f\u00fcr die Wiederherstellung der Gesundheit der Meere und der Produktivit\u00e4t der \u00d6kosysteme zu erkennen. Sich \u00e4ndernde Rahmenbedingungen bedeuten, dass sich jede neue Generation an dem orientiert, was sie zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn vorgefunden oder wahrgenommen hat. Die Faszination von Innovation und technologiefixierten Erkl\u00e4rungen \u00fcberschattet die richtige Interpretation der aufeinanderfolgenden Zusammenbr\u00fcche von Fischgr\u00fcnden nach Perioden \u00fcberm\u00e4\u00dfiger F\u00e4nge, die die Regenerationsf\u00e4higkeit der Ressourcen \u00fcbersteigen. Der Wettlauf begann in den 1970er Jahren und f\u00fchrte dazu, dass immer weiter s\u00fcdlich oder n\u00f6rdlich gefischt wurde, sogar in Gebieten, die fr\u00fcher vom Polareis bedeckt waren, und in immer tiefere Gew\u00e4sser, wo das Leben langsam ist und nur wenige Jahre industrieller \u00dcbergriffe ausreichen, um langlebige und sich langsam fortpflanzende Arten auszul\u00f6schen. Aber inzwischen gibt es f\u00fcr die Industrieflotten nichts Neues mehr, das sie noch zerst\u00f6ren k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_18854\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18854\" class=\"size-full wp-image-18854\" src=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"602\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780-200x154.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780-400x309.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780-600x463.jpg 600w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780-768x593.jpg 768w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/FishingDownMarineFoodWebs780.jpg 780w\" sizes=\"(max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><p id=\"caption-attachment-18854\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Pauly D, Christensen V, Dalsgaard J, Froese R and Torres F (1998) &#8222;Fishing down marine food webs&#8220; <em>Science<\/em>, 279: 860-863.<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Im Rahmen des Ozeanpakts und der Planung f\u00fcr eine gesunde und widerstandsf\u00e4hige Zukunft der europ\u00e4ischen Meeresgebiete und eine sozial, wirtschaftlich und \u00f6kologisch tragf\u00e4hige Fischerei muss die strategische Bedeutung der handwerklichen Fischerei anerkannt werden. Innerhalb einer Generation muss die industrielle \u00dcberfischung abgebaut werden. Dank der Umlenkung der sch\u00e4dlichen Fischereisubventionen hin zu einer positiven Regeneration der Ressourcen und der Wiederbelebung der handwerklichen Fischerei mit station\u00e4ren Fangger\u00e4ten, die CO2-neutral sind und geringe Auswirkungen haben. Wir werden immer einige Wissensl\u00fccken haben, aber wir wissen genug, um zu handeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In seinen abschlie\u00dfenden Bemerkungen sah Marco Falcone, stellvertretendes Mitglied des Fischereiausschusses, noch viel Raum f\u00fcr einen vertieften Dialog. Was ist Europa bereit zu geben, um seine Meere wieder in einen guten Zustand zu versetzen?<\/p>\n<p>Text und Fotos Cornelia E. Nauen. Einen ausf\u00fchrlicheren Bericht \u00fcber zwei Meeresschutzinitiativen von handwerklichen Fischern, darunter die auf Amorgos, finden Sie <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2410-3888\/9\/12\/472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[187,183],"tags":[],"class_list":["post-18834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-okosystem-basierte-fischerei","category-stop-der-uberfischung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18834"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18834\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19110,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18834\/revisions\/19110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}