{"id":11507,"date":"2024-10-06T20:03:41","date_gmt":"2024-10-06T20:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/unkategorisiert\/driving-the-energy-transition-and-climate-resilience-in-eu-fisheries\/"},"modified":"2024-11-08T19:03:37","modified_gmt":"2024-11-08T19:03:37","slug":"driving-the-energy-transition-and-climate-resilience-in-eu-fisheries","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/aktivitaten\/ozean-und-klimaschutz\/driving-the-energy-transition-and-climate-resilience-in-eu-fisheries\/","title":{"rendered":"Energiewende und Klimaresilienz in der EU-Fischerei f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-10951\" src=\"http:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DecarboniseNow-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DecarboniseNow-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DecarboniseNow-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DecarboniseNow-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DecarboniseNow.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/>Bei der Energiewende im Fischereisektor geht es nicht nur um die Reduzierung von Emissionen und die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels, sondern auch darum, dass der Sektor auf der globalen B\u00fchne wettbewerbsf\u00e4hig und langfristig widerstandsf\u00e4hig bleibt. Die Veranstaltung im Rahmen der EU Ocean Week wurde von ClientEarth, Oceana und Seas at Risk organisiert und fand am Donnerstag, den 3. Oktober 2024, zur Mittagszeit im Ausstellungsraum von Talk CEC, 141-143 Chauss\u00e9e de Wavre, 1050 Ixelles, Br\u00fcssel, statt. <strong>Adam Weiss<\/strong>, European Director Programs von ClientEarth, moderierte die Sitzung und er\u00f6ffnete das Gespr\u00e4ch mit einem Paukenschlag: W\u00e4hrend viele Menschen nach M\u00f6glichkeiten suchten, ihre CO2-Emissionen und ihren Materialverbrauch zu reduzieren, hatte der Europ\u00e4ische Rat, der die EU-Mitgliedstaaten vertritt, gerade einen Vorschlag f\u00fcr weitere 20 Jahre Steuerbefreiung f\u00fcr Fischereikraftstoff ver\u00f6ffentlicht! &#8211; Das genaue Gegenteil des Mandats, das der Welthandelsorganisation (WTO) erteilt wurde, um sch\u00e4dliche Fischereisubventionen zu beenden, die \u00dcberkapazit\u00e4ten und \u00dcberfischung mit \u00f6ffentlichen Mitteln finanzieren.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\">Die Podiumsteilnehmer brachten sich sofort in die Debatte ein &#8211; angefangen mit <\/span><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><b>Caroline Roose<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial, serif;\">, ehemaliges Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments und Mitglied des Fischereiausschusses, die auf den <a href=\"https:\/\/energy.ec.europa.eu\/publications\/energy-roadmap-2050_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energiefahrplan 2050<\/a> der Europ\u00e4ischen Kommission als einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung verwies. Was den Fischereisektor betrifft, so w\u00e4re eine der Ma\u00dfnahmen mit vielen positiven Auswirkungen die Beendigung der Schleppnetzfischerei in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten. Sie erinnerte die Zuh\u00f6rer daran, dass die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) eine Reihe guter Ma\u00dfnahmen beinhalte. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\">Darunter Artikel 17, der die Mitgliedstaaten (MS) auffordere, Fischereirechte nach \u00f6kologischen, wirtschaftlichen und sozialen Kriterien zu vergeben, anstatt historische Rechte der Industriefischerei zu zementieren, wie es die meisten MS tun. Der genannte Artikel best\u00e4rkt die Mitgliedstaaten ausdr\u00fccklich darin, \u201e<em>Anreize f\u00fcr Fischereifahrzeuge zu schaffen, die selektive Fangger\u00e4te einsetzen oder Fangtechniken mit geringeren Umweltauswirkungen wie geringerem Energieverbrauch oder geringerer Sch\u00e4digung von Lebensr\u00e4umen verwenden<\/em>\u201c.<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial, serif;\">Katalonien hat bereits <\/span><span style=\"font-family: Arial, serif;\">10 % der Fangtage der umweltschonenden Fischerei zugewiesen. Aber es k\u00f6nnte und sollte noch viel mehr getan werden.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_10957\" style=\"width: 770px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10957\" class=\"wp-image-10957\" src=\"http:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition-400x267.jpg\" alt=\"\" width=\"760\" height=\"507\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/PanelistsEnergyTransition.jpg 760w\" sizes=\"(max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><p id=\"caption-attachment-10957\" class=\"wp-caption-text\">Das Expertengremium in Aktion, von links nach rechts: Adam Weiss von ClientEarth, die ehemalige Europaabgeordnete Caroline Roose, Friederike Ziegler von RISE Research Institutes, Schweden, Didier Gascuel vom Agrocampus Ouest in Rennes, Frankreich, und Brian O&#8217;Riordan von Low Impact Fishers Europe<\/p><\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p>Didier Gascuel vom Agrocampus Ouest in Rennes, Frankreich, wies auf den gro\u00dfen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der europ\u00e4ischen Fischereiflotten in Bezug auf Jungfische, Kraftstoffverbrauch und damit verbundene CO2-Emissionen hin. Der Anteil der Besch\u00e4ftigung ist dagegen im Vergleich geringer. Auf die Schleppnetzfischerei entfielen 64 % der CO2-Emissionen, aber nur 40 % der F\u00e4nge. Das bedeutet, dass f\u00fcr ein Kilogramm mit dem Schleppnetz gefangenem Fisch etwa 2 Liter Treibstoff ben\u00f6tigt wurden, was 3 bis 5 kg CO2 entspricht. Umgekehrt verursachten handwerkliche Fischer, die passive Fangger\u00e4te verwenden, f\u00fcr die gleiche Menge Fisch 1 kg CO2 oder weniger. Er merkte an, dass die Reduzierung der Grundschleppnetzfischerei bereits im Gange sei, da diese zunehmend unrentabel sei, weil sich die Anlandungen in den letzten 15 Jahren halbiert h\u00e4tten. Viele Schiffe seien nur noch dank \u00f6ffentlicher Subventionen im Einsatz. Obwohl sie heutzutage nur noch einen kleinen Prozentsatz der europ\u00e4ischen Anlandungen ausmachen, seien die handwerklichen Fischer meist rentabler und h\u00e4tten einen h\u00f6heren Mehrwert bei ihren F\u00e4ngen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><div id=\"attachment_10964\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10964\" class=\"wp-image-10964\" src=\"http:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ExhibitionSpaceTalkCEC_MersOcean-400x266.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ExhibitionSpaceTalkCEC_MersOcean-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ExhibitionSpaceTalkCEC_MersOcean-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ExhibitionSpaceTalkCEC_MersOcean-400x266.jpg 400w, https:\/\/www.mundusmaris.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/ExhibitionSpaceTalkCEC_MersOcean.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-10964\" class=\"wp-caption-text\">Reste der Ausstellung \u201eMeere &amp; Ozeane\u201c vor dem Veranstaltungsraum im Talk CEC Museum.<\/p><\/div>\n<p align=\"LEFT\">Didier warnte jedoch, dass die SSF von dieser Situation nicht profitieren w\u00fcrde, wenn sich die derzeitige Politik zugunsten der industriellen Fischerei nicht \u00e4ndert. Er empfahl nachdr\u00fccklich, auch bei Schiffen mit einer L\u00e4nge von \u00fcber 12 Metern, die weiter vor der K\u00fcste fischen, auf schonende Methoden zu setzen. Dekarbonisierung und andere Ma\u00dfnahmen zur Regeneration sollten nicht zu mehr Importen f\u00fchren. <strong>Friederike Ziegler<\/strong> von den RISE-Forschungsinstituten in Schweden fragte, wie die Fischerei im Jahr 2050 aussehen werde. Sie bekr\u00e4ftigte Didiers Botschaft, dass die Gr\u00f6\u00dfe der Fischereifahrzeuge nicht das wichtigste Kriterium sei, sondern dass sichergestellt werden m\u00fcsse, dass die Fischerei ihre Umweltauswirkungen minimiere. Sie argumentierte, dass die wirksame Anwendung der Regeln und Vorschriften der reformierten GFP die Fischerei mit geringen Umweltauswirkungen f\u00f6rdern, den Einsatz neuer Brennstoffe beg\u00fcnstigen und die Wiederherstellung der Ressourcen erm\u00f6glichen sollte.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><p><strong>Brian O&#8217;Riordan<\/strong>, Senior Policy Adviser von Low Impact Fishers Europe (LIFE), erinnerte daran, dass etwa 3 % der weltweiten CO2-Emissionen auf den Fischereisektor entfallen. Angesichts des schlechten Zustands der Best\u00e4nde stammten 40 % der importierten Fische und Fischereierzeugnisse aus sozial und \u00f6kologisch fragw\u00fcrdigen Quellen. Die Gesamteinfuhren machten 70 % des Verbrauchs aus. Er bedauerte, dass Europa keinen klaren Plan f\u00fcr die Fischerei der Zukunft habe. Um die gesamte EU-Region aus ihrer fast vollst\u00e4ndigen Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen zu befreien, sei ein gut durchdachter \u00dcbergang erforderlich. Der Erfolg erfordere einen differenzierten Ansatz. Derzeit w\u00fcrden nur 3 % des Fischereifonds \u00fcber die lokalen Aktionsgruppen f\u00fcr die Fischerei (FLAG) investiert &#8211; mit guten Ergebnissen. In dem stark konzentrierten Nahrungsmittelsektor k\u00f6nne es gerechtfertigt sein, Erzeugerorganisationen zu unterst\u00fctzen, damit die handwerkliche Fischerei bei der Erzeugung von hochwertigem Fisch nachhaltig und wettbewerbsf\u00e4hig sei. Brian sprach sich daf\u00fcr aus, dass die 12-Meilen-Zone in den nationalen Gew\u00e4ssern f\u00fcr nachhaltige Fischerei im Rahmen eines Co-Management-Systems reserviert werden sollte. Dies w\u00fcrde die lokalen nachhaltigen Lebensmittelsysteme st\u00e4rken. Er gab auch zu bedenken, dass der Fischkonsum in Europa mit 24 kg pro Kopf recht hoch sei. Etwas weniger, daf\u00fcr aber in besserer Qualit\u00e4t, w\u00e4re einer gesunden Ern\u00e4hrung zutr\u00e4glicher als die derzeitige Betonung der Quantit\u00e4t. Es mangelt also nicht an Ideen, wie man den Kohlenstoffaussto\u00df senken und gleichzeitig den Meeres\u00f6kosystemen helfen kann. Au\u00dferdem soll die handwerkliche Fischerei wieder attraktiv werden und hochwertigen Fisch liefern.<\/p>\n<p>Text und Photos von Cornelia E. Nauen, deutsche \u00dcbersetzung von Claudia Mense.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":10953,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[187,177],"tags":[],"class_list":["post-11507","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-okosystem-basierte-fischerei","category-ozean-und-klimaschutz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11507"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12901,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11507\/revisions\/12901"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mundusmaris.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}