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Das Projekt Mare Nostrum

 

Mare Nostrum - Raum für Dialog und Vielfalt

Kollektive Erinnerungen - kollektives Bewusstsein - die Fähigkeit zu verändern

Eine traurige, aber notwendige Entscheidung: Das Mare Nostrum Projekt von Mundus maris ist jetzt geschlossen.

Das Projekt wurde ursprünglich von Carla Zickfeld koordiniert, die zu diesem Zeitpunkt unsere Vizepräsidentin war. Mehrere Mitglieder des Vereins waren maßgeblich an der Entwicklung dieses Projektes beteiligt und gaben ihre volle Unterstützung für seine Entwicklung. Mundus maris Vizepräsident, Dr. Aliou Sall, der auch der senegalesische Koordinator des Mare Nostrum Projekts war, öffnete sein breites Netzwerk an Kontakten für Carla Zickfeld und ihren Mann Stefan Karkow, der als Dokumentar als Nichtmitglied von Mundus maris auf der Grundlage von Kostenerstattung mit eingebunden war. Anführer der traditionellen Fischer, Frauen in der Fischverarbeitung und -vermarktung, Lehrer und Schüler in Schulen, gaben großzügig ihre Zeit und Erfahrung, öffneten sogar ihre Häuser in gutem Glauben ein Teil der Entwicklung dieses Raums für Dialog und Vielfalt zu sein. Mundus maris bezahlte die Ausstattung (Computer, Video-Kamera und Peripheriegeräte), um die Feldarbeit durchzuführen und zu dokumentieren und dem kulturellen und gesellschaftlichen Kampf der traditionellen Fischer gerecht zu werden, die in vielen Fällen vom Nationalen Kollectiv der Fischer im Senegal geführt (CNPS) angeführt werden.

Die Arbeit begann mit viel Begeisterung in den letzten Tagen der Dak'Art Biennale in 2010. Die kurzen Einblicke der ersten zweiwöchigen Erkundungsreise zu den Fischerdörfern, kulturellen Organisationen und Künstlern schürte die Hoffnung auf die Entwicklung eines sehr interessanten und breit angelegten Projekts. Sie können auf dieser Webseite daran teilhaben. Im Jahr 2011 beschloss die Generalversammlung von Mundus maris ein neues Mandat mit der Absicht, die Dokumentation im Hinblick auf finanzierungsfähige Vorschläge, den Umfang des Projekts zügig zu entwickeln und zu konsolidieren.

Zwei Reisen von je einem Monat in den Senegal im Jahr 2011 waren mit einem intensiven Programm von Besuchen, Interviews und visueller und audio-Dokumentation gefüllt. Mit dem Goethe-Institut in Dakar und anderen wurde eine Planung entwickelt, um mehrere Arbeitsstränge in einem internationalen Workshop zusammen zu führen, der von Ausstellungen begleitet sein sollte, um die Ergebnisse dieser Arbeit breiter zugänglich zu machen und den Grundstein für eine längerfristige Zusammenarbeit zu legen. Diese Planung sah die Entwicklung finanzierungsfähiger projektbezogener Vorschläge auf der Basis der ersten Ergebnisse vor. Es war an diesem Punkt, dass der Austausch von Material zu einem Rinnsal austrocknete. Ausgerechnet als die Akquisition der Dokumentation Dank Aliou Salls unermüdlicher Führung und Zusammenarbeit den Höhepunkt erreichte, versiegte die Übermittlung vollständig. Wochen von Ablenkungsmanövern und Hinhaltetaktik folgten, abgewechselt mit gelegentlichen öffentlichen Diskreditierung von Mundus maris und einiger Mitglieder auch gegenüberr Außenstehenden, insbesondere durch Stefan Karkow. Auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung, beschloss der Verwaltungsausschuss das Projekt aus Respekt für die verschiedenen Partner und zur Begrenzung des bereits eingetretenen Schadens auszusetzen. Der Präsident informierte das Goethe-Institut und andere Organisationen von dieser Schutzmaßnahme.

Schließlich teilte Carla Zickfeld 2012 dem Verwaltungsrat von Mundus maris, dem sie zu diesem Zeitpunkt noch angehörte, mit, dass sie nicht die Absicht habe, irgendwelche der Materialien herauszugeben, die Mundus maris in Auftrag gegeben und für die der Verein rund 35.000 Euro, seinen guten Namen und sein soziales Kapital investiert hatte. Im Gegenzug bekräftigte Mundus maris schriftlich sein Recht auf das Material, suchte aber immer noch eine Vermittlungslösung. Dies wurde jedoch durch Carla Zickfeld und Stefan Karkow abgelehnt.

Unter diesen Umständen war die Enttäuschung und das Gefühl der Täuschung bei den Fischern und ihren Vertretern des CNPS groß. Sie entzogen in einen Brief an Carla Zickfeld im April 2012 ihre Einwilligung für die Verwendung der Bilder und andere Materialien, die im Rahmen des Mare Nostrum Projekts von Mundus maris acquiriert worden waren, in jedwedem anderem als dem ursprünglich vereinbarten Kontext. Sie baten Carla Zickfeld um die Herausgabe des Materials über sie selbst, um die Ausarbeitung unter ihren eigenen Gesichtspunkten vorzunehmen. Der Brief war an den Hauptsitz von Mundus maris geschickt und wurde an Carla Zickfeld weitergeleitet.

Im Oktober 2012 stellten wir fest, dass entgegen des ausdrücklichen Verbots der Fischer, Carla Zickfeld und Stefan Karkow Material über Personen veröffentlichten, das im Rahmen des Mare Nostrum Projekts von Mundus maris entstanden ist. Das Material enthält Nahaufnahmen von Menschen und bewusst irreführende Aussagen, um die Leute glauben zu machen, dass die abgebildeten Personen mit den Dreharbeiten und der anschließenden Veröffentlichung durch MarNostrum einverstanden seien. Dabei ist völlig klar, dass die Erklärungen - wahrscheinlich auf Anregung der Personen, die die Interviews und visuelle Dokumentation gemacht haben – im Jahr 2010 und 2011 im Rahmen des Mare Nostrum Projekts von Mundus maris zustande gekommen sind.

Carla Zickfeld und Stefan Karkow beschränken sich nicht auf die Verknüpfung ihrer Webseite mit den rechtmäßigen Veröffentlichungen auf der Mundus maris Webseite und seinem YouTube-Kanal, sondern zeigen Material, dessen Veröffentlichung ihnen ausdrücklich von den abgebildeten und unmittelbar betroffenen Personen verboten wurde.

Wir sind informiert, dass die betroffenen Personen Anzeige bei der deutschen Polizei erstattet und den Internet Anbieter der in Deutschland ansässigen MarNostrum-Seite informiert haben. Mundus maris erklärt sich von einem solchen Vertrauensbruch entsetzt und unterstützt alle Abwehrmaßnahmen der Opfer in Senegal. Wir distanzieren unseren Verein öffentlich von Carla Zickfeld und Stefan Karkow und verurteilen ihr Handeln auf das Schärfste. Wir finden es besonders verächtlichen von den beiden, dass sie auf die Komplikationen der transnationalen Durchsetzung von Rechten bauen, durch Nichtbeachtung des ausdrücklichen Verbots der Fischer - könnte dies so sein, weil die Fischer ja "nur aus einem Entwicklungsland“ sind, und das ein kleiner Preis für Frau Zickfelds und Herrn Karkows ihre persönlichen Ambitionen zu zahlen ist?

Mundus maris bekräftigt, dass es jede defensive Maßnahmen der Opfer im Senegal unterstützen wird. Gleichermaßen bekräftigt Mundus maris sein Engagement für die Zusammenarbeit mit den Fischern und bekräftigt seine Rechte an den in Auftrag gegebenen Materialien zur Durchführung des Projekts, das mit ihnen vereinbart war. Wir werden das legitime Material des Mare Nostrum-Projekts auf unserer Webseite behalten, um unseren Verpflichtungen nachzukommen, da wir zudem glauben, dass die zugrunde liegenden Konzepte und Ansätze immer noch relevant sind. Aber wir müssen das Projekt mit dem nun irreführenden Namen schließen, um weiteren Missbrauch zu vermeiden.


Das Mare Nostrum Projekt von Mundus maris asbl, als es auf einer vielversprechenden Grundlage begann

Das übergeordnete Ziel ist es, gemeinsame Erinnerungen und gemeinsames Bewusstsein als Grundlage für kooperatives Handeln zu schaffen, das eine respektvolle und nicht-destruktive Beziehung mit dem Meer und den Menschen des Meeres ermöglicht.

Dieses Projekt wird vor dem Hintergrund einer langjähriger Erfahrung im Bereich der ästhetischen Bildung und Kommunikation erforscht und entwickelt - speziell mit Blick auf die weitere Ausbildung junger diplomierter Künstler – un zwar mit den Mitteln interdisziplinärer und internationaler Projekte, in Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern, Kunst- und Kulturwissenschaftlern. Der Ansatz hat bereits beachtliche Anerkennung erhalten.

Das Projekt hat verschiedene Schichten, die den Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund ermöglicht, eine stärkere gemeinsame Grundlage für die Zusammenarbeit zu schaffen. Inputs der aktuellen Mitarbeiter und anderer interessierter Menschen mit künstlerischen und wissenschaftlichen Profilen wird begrüßt und ist sogar unverzichtbar, um das Konzept und Aktivitäten weiter zu entwickelen. Die konkrete Artikulation wird geprägt durch das Wechselspiel zwischen konzeptioneller Arbeit, die sich aus wissenschaftlichen, künstlerischen und lokalen Wissensquellen speist und der praktischen Umsetzung in variabler Geometrie.

Die vorbereitenden Schritte der vielen Schichten der Entwicklung dieses Projekts umfasst u.a. folgende:

Mit der Verzweigung der partizipativen Studien und konkreten Aktivitäten schaffen wir gezielt einen Platz für alle folgenden Entwicklungsschritte des Mare Nostrum Project.

1 Interview mit Carla Zickfeld über das Mare Nostrum Projekts
2 Mare Nostrum – Beginn der Pilotaktivitäten 2011
3 Perspectives of artisanal fisherfolk in Senegal
4 More perspectives of artisanal fisherfolk in Senegal

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